Sauna – Modell
Sauna – Die verschiedenen Arten
Außen- oder Innensauna
Die Einrichtung einer Außensauna bietet sowohl Entspannung außerhalb des Hauses als auch einen besonderen Genuss, falls Sie über einen Pool in der Nähe verfügen. Das Abkühlen im Pool nach dem Saunagang ist besonders angenehm. Außensaunen gibt es als Fertigmodelle, die sich relativ einfach aufbauen lassen. Wenn Sie einen großen Garten besitzen, ist der Bau einer echten Sauna möglich. Allerdings ist für den Bau einer Außensauna eine Baugenehmigung erforderlich, wenn ihre Grundfläche 20 m² überschreitet. Liegt die Grundfläche unter diesem Wert, ist eine Bauanzeige beim Rathaus erforderlich.
Die Gestaltung einer Innensauna ist möglich, wenn man keinen Garten besitzt. Die Einrichtung einer Innensauna erfordert bauliche Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf die Belüftung. Diese Belüftung ist für den Luftaustausch in der Sauna von entscheidender Bedeutung. Daher wird eine Öffnung von 25 cm² pro Person empfohlen, um die Sauna genießen zu können. Ein Belüftungssystem ist nicht erforderlich, sofern die Belüftung der Sauna ausreichend ist. Für den Bau einer Innensauna ist keine Baugenehmigung erforderlich.
Öffentliche Sauna
Die öffentliche Sauna richtet sich an alle, die außerhalb ihres Zuhauses ein Dampfbad genießen möchten. Allerdings muss die öffentliche Sauna über eine ausreichend große Kabine verfügen, die mit mehrstufigen Sitzbänken ausgestattet ist. Diese mehrstufigen Sitzbänke sind so angeordnet, dass jeder die für ihn passende Temperatur wählen und sich bewegen kann, ohne andere zu stören.
Die öffentliche Sauna ist zudem mit mehreren Duschen ausgestattet. Ein Kaltwasserbecken oder ein Wasserschlauch ermöglicht die Abkühlung des Körpers. Es gibt einen Ruheraum, der mit Sesseln oder Liegestühlen zur Entspannung ausgestattet ist. Die öffentliche Sauna verfügt außerdem über Toiletten, Umkleideräume und eventuell eine Waage.
Private Sauna
Traditionelle Sauna
Erdsauna
Die einfache Erdsauna, auch „Maasauna“ genannt, ist eine Hütte aus Holzstämmen. Sie ist teilweise in den Boden eingegraben. Die Errichtung der Erdsauna erfolgt durch das Ausheben einer etwa einige Quadratmeter großen Mulde im Boden. Diese Mulde wird anschließend mit Baumstämmen ausgekleidet, auf denen Birkenrinde ausgelegt wird. Das Ganze wird mit Erde bedeckt. Die Tür ist sehr einfach gestaltet.
Die Erdsauna sorgt für eine gute Wärmedämmung, weshalb sie auch mitten im Winter genutzt wird. Die Temperatur in dieser Erdsauna kann 110 bis 120° erreichen. Die Luftfeuchtigkeit ist mit etwa 10 % recht gering. Die Erdsauna wird von den Finnen auch heute noch für Kurse oder zur Bewahrung der Tradition genutzt.
Gas- oder Rauchsauna
Die Beheizung der Gassauna erfolgt über einen Ofen, der an eine Gasversorgung angeschlossen ist. Ihre Nutzung ist weitaus verbreiteter als die der Holzsauna. Allerdings ist ihre Installation recht aufwendig. Um die Gasversorgung zum Ofen herzustellen, sind umfangreiche Bauarbeiten erforderlich. Der starke Anstieg der Gaspreise ist der Verbreitung dieser Art von Sauna nicht förderlich.
Die Rauchsauna, auch „Étuve“ genannt, ist mit einem Ofen ausgestattet, der mit Steinen gefüllt ist und etwa hundert Kilogramm wiegt. Vor dem Saunagang wird unter dem Ofen ein Holzfeuer für mehrere Stunden (etwa 10 Stunden) entfacht. Nachdem die Saunakabine aufgeheizt ist, werden die Asche und die Glut nach draußen gebracht. Die Saunatür wird weit offen gelassen. Wenn die Steine keine vulkanischen Gase mehr abgeben, können die Tür sowie der Saunakamin geschlossen werden. Eine dafür bestimmte Person gießt eine Kelle Wasser auf die erhitzten Steine des Saunaofens. Diese Technik sorgt für trockene Dampfwolken.
Es ist üblich, dass die Männer als Erste die Sauna betreten. Bis die Hitze nachlässt, warten Frauen und Kinder, bis sie an der Reihe sind. Erlenholz oder Birkenrinde werden für diese Rauchsauna am häufigsten verwendet. Diese Art von Sauna findet man auf alten Bauernhöfen und in Freizeitzentren. Die Rauchsauna gehört zu den wenigen traditionellen Saunen, die noch zu sehen sind. Das Holzfeuer verströmt einen besonderen Geruch, den manche Menschen schätzen. Doch trotz der geringen Kosten für die Beheizung mit Holz birgt die Räuchersauna Gesundheitsrisiken. Bei der Nutzung der Räuchersauna entsteht Ruß, der sich nur schwer entfernen lässt.
Moderne Sauna
Infrarot- oder Elektrosau
Die Infrarot-Saunakabine kam 1967 in Japan auf. Sie wurde zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Infrarotstrahlung, die für das bloße Auge unsichtbar ist, stammt aus den Sonnenstrahlen. Diese Strahlung ist jedoch nicht mit ultravioletter Strahlung vergleichbar, da sie keinen Sonnenbrand verursacht. Sie hat die Eigenschaft, jeden festen Körper zu erwärmen, der sich in ihrem Weg befindet. Die Wellenlänge der Infrarotstrahlung wird in Nanometern (nm) gemessen. Elektrische Strahler senden in den Saunakabinen Infrarotstrahlen aus, die denen der Sonne ähneln. Diese Strahlung ist so eingestellt, dass der menschliche Körper 95 % davon aufnehmen kann. Die Strahlung in der Sauna wirkt auf das Muskelgewebe und die inneren Organe. Sie dringt tief in die Haut ein und bewirkt einen Anstieg der Körpertemperatur. Dieser Effekt führt zu einem entgiftenden Schwitzen des Körpers.
Die Infrarotsauna sorgt für eine konstante Wärme, die weniger intensiv ist als die einer traditionellen Sauna. Daher ist die Infrarotsauna energieeffizienter. Sie ist außerdem dafür bekannt, dass sie nicht die Luft erwärmt, sondern ausschließlich alle festen Gegenstände in der Saunakabine. Die Infrarotsauna benötigt kein Wasser, wie es bei der traditionellen Sauna der Fall ist. Sie lässt sich einfacher installieren als die traditionelle Sauna, und das Risiko einer Schimmelbildung ist minimal.
Trotz der Vorteile der Infrarotsauna gibt es jedoch einige Einschränkungen. Eine Sauna zeichnet sich normalerweise durch ein Dampfbad aus. Das Fehlen dieses Dampfes in der Infrarotsauna gibt insbesondere Anlass zu Vorbehalten. Tatsächlich bietet diese Art von Sauna im Gegensatz zu einer traditionellen Sauna keine Linderung bei Atemwegsproblemen.
Elektrosaunen gehören zu den am häufigsten genutzten, da sie zum Betrieb lediglich an eine Steckdose angeschlossen werden müssen. Auch der verwendete Ofen ist elektrisch betrieben. Die Installation ist einfach und schnell.
Tragbare oder zusammenklappbare Sauna
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der tragbaren Sauna um eine transportable Kabine, also um ein vorgefertigtes Modell. Die tragbare Sauna wird auch als Bausatz bezeichnet und besteht aus zusammensteckbaren Paneelen. Der Aufbau ist einfach und schnell, da sie in etwa 30 Minuten montiert werden kann. Die tragbare Sauna bietet Platz für etwa 5 bis 6 Personen. Sie kann mit Bänken ausgestattet werden. Als Wärmequelle wird Infrarotstrahlung genutzt. Für den Betrieb ist lediglich ein Stromanschluss erforderlich. Allerdings weist die tragbare Sauna hinsichtlich der Wärmespeicherung einen gewissen Nachteil auf, da die Wände dünn und nicht luftdicht sind.
Die faltbare Sauna ist eine leichte, mobile Kabine aus PVC. Aufgeklappt bietet sie nur Platz für eine Person, und zusammengeklappt nimmt sie in Form eines Koffers nur wenig Platz ein. Sie ist daher recht platzsparend. Als Energiequelle zum Beheizen der Sauna wird weiterhin Infrarotwärme genutzt, wofür lediglich ein Stromanschluss erforderlich ist. Im Lieferumfang ist ein Dampferzeuger enthalten, in den vor Beginn der Saunasitzung etwas Wasser eingefüllt wird. Die faltbare Sauna lässt sich an jeden beliebigen Ort mitnehmen. Allerdings ist diese Art von Sauna weniger leistungsstark als eine klassische Sauna. Zudem ähnelt sie aufgrund der Abgabe feuchter Wärme eher einem Hammam als einer Sauna.
Kombisauna
Die Kombisauna zeichnet sich dadurch aus, dass sie sowohl eine Sauna als auch eine Dusche und ein Hammam umfasst. Daher auch ihre Bezeichnung „Drei-in-Eins“. Die Dusche dient vor und nach dem Sauna- oder Hammam-Besuch. Sie kann mit Massagedüsen kombiniert werden. Im Gegensatz zur Sauna handelt es sich beim Hammam um ein feuchtes Wärmebad. Der Kombi-Ofen sorgt für den Wechsel zwischen trockener und feuchter Wärme. Über eine spezielle Steuerung außerhalb der Kabine lässt sich die gewünschte Option auswählen.
Die Kombisauna spart Platz und besticht zudem durch ihr ansprechendes Design. Die Kombisauna kann folgende Standardmaße aufweisen: 2,15 m hoch, 1,55 bis 1,70 m lang und 0,90 bis 1,30 m breit.
Beispiele für Saunen
Traditionelle finnische Sauna
Zahlreiche Hersteller bieten eine Vielzahl von Saunamodellen an. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für finnische Saunen mit ihrer wesentlichen Ausstattung. Je nach Modell bietet diese Art von Sauna Platz für 2, 3 oder 4 Personen gleichzeitig.
Die Varianten unterscheiden sich hinsichtlich der für die Paneele verwendeten Materialien. Auch die Türen können mehr oder weniger aufwendig gestaltet sein. Die Beheizung erfolgt in der Regel elektrisch. Die Leistung variiert zwischen 3,5 und 7,5 kW. Strahler sorgen für die Beleuchtung der Sauna. Die Sauna kann zudem mit einer Sitzbank und einer Kopfstütze ausgestattet sein. Die Bedienelemente befinden sich häufig außen.
Infrarot-Sauna
Die Infrarotsauna erobert zunehmend die Herzen der Saunaliebhaber. Daher bringen Händler eine breite Palette an Saunen auf den Markt. Hier sind einige Beispiele für Infrarotsaunen mit dem dazugehörigen Zubehör.
Die Infrarotsauna bietet Platz für 1 bis 3 Personen gleichzeitig. Sie ist offen für moderne Technologien wie zum Beispiel:
- Kohlenstoff- und Keramikstrahler;
- Die Innenbeleuchtung sorgt gleichzeitig für die Beleuchtung sowie die Farbtherapie der Saunagäste;
- 8 mm dickes, getöntes Glas sorgt für die Isolierung der Kabine;
- Die Sauna kann mit einem Ionisator und/oder einem CD-Player ausgestattet werden;
- Die Leistung reicht von 1.300 bis 2.000 Watt bei einer Spannung von 220 Volt;
- Paneele aus massiver Fichte oder Profilholz;
- Isolierung aus Material unterschiedlicher Stärke;
- Temperaturregelung;
- Gleichmäßige oder mehrfarbige Beleuchtung.
Sauna – Aufbau
Montagekriterien
Manche Menschen möchten ihre Sauna selbst aufbauen – das ist eine gute Sache. Bei Sauna-Bausätzen ist dies unter Beachtung der Herstellerhinweise tatsächlich möglich. Bei Saunen, die erst errichtet werden müssen, gibt es jedoch zahlreiche Faktoren, die für den Erfolg der Montage entscheidend sind. In diesem Fall ist es ratsam, Fachleute hinzuzuziehen, um Enttäuschungen zu vermeiden und die Langlebigkeit der Anlage zu gewährleisten.
Jede Sauna-Montage beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Es muss zwischen einer Außen- und einer Innensauna entschieden werden. Eine Außensauna ist teurer als eine Innensauna, da der Aufwand für die Arbeiten größer ist.
Anschließend muss die Positionierung der Sauna im Verhältnis zum Gesamtbauwerk festgelegt werden. Belüftung, Lichtverhältnisse, Stromversorgung und Wartung sind Faktoren, die gemeinsam mit einem Fachmann genau geprüft werden müssen. Schließlich müssen der Saunatyp, die Form, die Abmessungen, die Optionen, das Zubehör, die Ausstattung sowie die verwendeten Materialien ausgewählt werden.
Die Sauna sollte nicht zu groß sein, sondern für eine bestimmte Anzahl von Besuchern ausgelegt sein. Insbesondere muss ihre Höhe angemessen sein. Die Saunagäste müssen sich anlehnen, hinlegen und die Beine ausstrecken können. Der verbleibende Platz in der Mitte des Raums dient ausschließlich dem Durchgang. Seine Fläche wird entsprechend festgelegt. Es ist ratsam, breite Sitzbänke zu verwenden, um den Komfort der Nutzer zu gewährleisten.
Eine gute Sauna zeichnet sich durch einen Luftstrom aus, der unter dem Ofen beginnt und durch dessen hinteren Teil strömt. Die Saunagäste werden nicht von der kühlen Luft erreicht, die durch den Boden eindringt. Sie spüren hingegen die warme Luft. Die Abluft wird kontinuierlich im oberen Bereich durch die Wand oder die Decke abgeleitet. Der Luftaustausch in einer Sauna ist sehr wichtig. Er verhindert Unwohlsein, das durch Kohlendioxid verursacht wird. Es wird empfohlen, in einer Sauna eine Öffnung von 25 cm² pro Person vorzusehen. Ideal wäre eine vergrößerbare Öffnung, die je nach Anzahl der Saunagäste angepasst werden kann.
Die Art der Sauna wird aus den beiden Hauptgruppen – traditionell oder modern – ausgewählt. Ihre Form richtet sich nach dem dafür vorgesehenen Platzangebot. Sie muss sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen. Der Planer prüft die Machbarkeit der gewählten Optionen. Er berät hinsichtlich des Ofentyps sowie dessen Stromversorgung.
Das Zubehör und die Materialien sowie die zugehörigen Einrichtungen wie Dusche und Ruheraum müssen den Anforderungen des Eigentümers entsprechen. Es obliegt jedoch dem Planer, Empfehlungen zu geben, die die Montage erleichtern. Nach Unterzeichnung des Kaufvertrags wird das vor Ort gelieferte Material inventarisiert und vom Monteur sorgfältig geprüft.
Ablauf der Montage
Bei einer Außensauna wird zunächst der Bodenbelag verlegt. Dieser wird durch einen Estrich erhöht, auf den gegebenenfalls ein Belag aufgebracht werden kann. Anschließend folgen die Wände aus Ziegeln oder Holz sowie die Trennwände gemäß dem festgelegten Plan. Die Trennwände müssen vollständig montiert sein, bevor mit anderen Teilen begonnen wird. Das Saunadach bildet den Abschluss des Rohbaus.
Der Monteur darf nicht versäumen, die Austrittsstellen der Stromkabel zu markieren, die zur Versorgung der Beleuchtung und der eventuellen Heizung der Sauna dienen. Der Querschnitt der Stromkabel muss der erforderlichen Leistung entsprechen. Der gemäß den Sicherheitsnormen zu verwendende Kabeltyp ist U 1000 R2V. Auch die Verlegung der Rohrleitungen für die Nasszellen muss im Voraus vorgesehen werden. In der Regel erfolgt diese Verlegung in Rohrkanälen unter der Schalung. Der Bodenbelag der Sauna wird fertiggestellt, beispielsweise mit Fliesen, wobei die Gefälle berücksichtigt werden, um die mögliche Bildung von Wasserlachen zu vermeiden.
Die Innenausstattung bleibt bei Außen- und Innensaunen weitgehend identisch. Die Verlegung der Dämmstoffe muss den Normen entsprechen, um jeglichen Wärmeverlust durch Wände und Dach zu vermeiden. An den Wänden wird Glas- oder Steinwolle verlegt. Für die Decke reicht expandiertes Polystyrol völlig aus. In diesem Zusammenhang werden die Befestigungslatten für die Vertäfelung erst nach dem Einbau der Dämmung angebracht. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Elementen, die Wärmebrücken bilden könnten; hierfür sind geeignete Lösungen zu finden.
Die Dampfsperre wird gemäß den Empfehlungen des Herstellers angebracht. Bevor die Dämmstoffe hinter den Vertäfelungslatten verschlossen werden, muss überprüft werden, ob der für die Belüftung erforderliche Abstand zwischen Wand und Dampfsperre eingehalten wird. Die Wandverkleidung und die Dämmung dürfen den Boden nicht berühren. Sie müssen 8 bis 10 cm über dem fertigen Bodenniveau enden. Dies ermöglicht das Reinigen des Bodens, ohne dass die Wandverkleidung nass wird.
Der höchste Punkt der Sauna – des Modells – muss über eine Öffnung zum Abführen der heißen Luft verfügen. Dort muss sorgfältig ein Innenrahmen montiert und darauf geachtet werden, dass die Stein- oder Glaswolle darin eingeschlossen ist. Bei Bedarf kann dort ein Abluftventilator installiert werden. Anschließend muss die Zugangstür eingebaut werden. Dabei handelt es sich um eine Tür ohne Verriegelung von innen, die aus Sicherheitsgründen speziell so konzipiert ist. Denn sollte sich ein Saunagast unwohl fühlen, muss er die Sauna schnell verlassen können, indem er die Saunatür einfach aufstößt.
Schließlich müssen die Einrichtungsgegenstände sowohl für die Sauna als auch für die Nasszellen installiert werden. Der Ofen wird an der dafür vorgesehenen Stelle aufgestellt. Die Sitzbänke werden an ihren jeweiligen Positionen montiert. Der Anschluss der Elektrogeräte erfolgt zuletzt. Die Dichtheit der Lichtschächte und der verschiedenen Schalter muss sorgfältig überprüft werden.
Der Saunaofen wird gemäß den Anweisungen des Herstellers installiert. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die Anbringung einer Schutzbarriere erforderlich ist. Sobald die unteren und oberen Sitzbänke montiert sind, müssen diese in der Sauna-Sitzposition getestet werden, um eventuelle Platzprobleme festzustellen. Die Überprüfung der Stabilität der Halterungen sowie die praktische Überprüfung möglicher Bewegungen im Inneren der Sauna werden vom Monteur genauestens beobachtet.
Nach Abschluss der Saunamontage nimmt der Monteur die elektrischen Geräte in Betrieb. Er überprüft die ordnungsgemäße Funktion jedes einzelnen Elements. Die Einstellung der Ofentemperatur, die Verteilung der Lichtquellen, die Überprüfung der Anzeigen der Temperatur- und Feuchtigkeitsmessgeräte sowie die Einstellung der Zeitschaltuhr oder der Sanduhr müssen in systematischen Schritten erfolgen. Die Schlüsselübergabe an den Eigentümer erfolgt nach der Abnahme der Anlage durch beide Parteien.
Sauna – Wartung
Allgemeines
Eine gute Pflege der Sauna verlängert deren Lebensdauer und gewährleistet die Hygiene. Nach jedem Saunagang ist eine Mindestpflege erforderlich. Da die Sauna ein feuchter und warmer Ort ist, erfordert sie regelmäßige Pflege, um gute Hygiene und einen einwandfreien Zustand zu gewährleisten.
Bei der Pflege einer Sauna sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Reinigungsmittel können das Holz verfärben, Spuren und Rückstände hinterlassen sowie unangenehme Gerüche verursachen. Die Menge an Reinigungswasser sollte begrenzt werden, um ein Schwarzwerden des Holzes zu vermeiden. Die Verwendung eines Gartenschlauchs innerhalb oder außerhalb einer Infrarotsauna ist zu vermeiden. Von der Verwendung von Farbe, chemischen Behandlungsmitteln oder Dichtungsmitteln wird dringend abgeraten. Außerdem kann die Infrarotstrahlung die behandelte Oberfläche überhitzen und zur Freisetzung eines giftigen Gases führen.
Pflegeanleitung
Physikalisch-chemische Pflege
Das Holz der Sauna muss pflegeleicht sein, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Damit es seine ursprünglichen Eigenschaften und sein ursprüngliches Aussehen behält, wird es mit einem maritimen Holzlack in mehreren Schichten behandelt. Diese Behandlung betrifft die Schwelle, die Stufe und den Lattenrost.
Das für bestimmte Außenbereiche der Sauna verwendete Holz kann mit handelsüblichen Produkten wie Lack, Ölen und anderen Behandlungsmitteln behandelt werden. Manche Sauna-Planer verwenden für die Wände Holzelemente mit einer Dicke von 5 bis 7 cm. Diese Elemente werden ineinander verzahnt und erfordern keine besondere Dämmung.
In den Nebenräumen der Sauna (Toiletten, Duschen und Umkleideräume) muss aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit eine regelmäßige, tägliche Reinigung und Desinfektion erfolgen. Dadurch lässt sich das Risiko von Hauterkrankungen verringern. Die Verwendung von Desinfektionsmitteln wird empfohlen. Feuchtigkeit muss bekämpft und für eine ausreichende Belüftung dieser Bereiche gesorgt werden. Es wird insbesondere empfohlen, die Saunatür offen zu lassen, um die Feuchtigkeit aus dem Holz und den Ecken abzuführen.
Am Ende jeder Saunasitzung sollten die auf dem Boden liegenden Lattenroste angehoben und an die Sitzbänke gelehnt werden. Der Boden wird mit einem feuchten Mopp gereinigt, um Salze, Schweißrückstände und eventuellen Staub unterschiedlicher Herkunft zu entfernen. Zum Abwischen der Sitzbänke dient ein mit warmem, leicht mit Bleichmittel versetztem Wasser angefeuchteter Schwamm. Gelegentlich kann das Holz mit einer Drahtbürste abgeschrubbt und Schmutzablagerungen in den Ecken der Sauna entfernt werden.
In einer Infrarotsauna kann man den Raum kehren und staubsaugen. Dadurch werden Staub und eventuelle Haarausfälle entfernt. Da die Wände berührt werden können, sollten diese abgewischt werden. Auf die gleiche Weise kann man bei den Bänken, den Flächen an den Türen und den Trennwänden vorgehen. Das Abspülen muss mit lauwarmem Wasser erfolgen, ohne schädliche oder giftige Mittel.
Pflege mit ätherischen Ölen
Für Bänke und Sitzbänke, die Armlehnen aus Holz und die Gitterroste, die die Füße vom Fliesenboden trennen, wird Saunaöl verwendet. Auch das Holz, die Wände, Trennwände und die Decke der Sauna werden mit ätherischen Ölen eingerieben. Diese lassen die Holzoberflächen wieder in neuem Glanz erstrahlen und verleihen ihnen einen angenehmen Duft, sehr zur Freude der Saunagäste. Alle Aromen der Öle eignen sich für diese Zwecke. Zu diesem Zweck können natürliche Öle aus Kiefer oder Terpentin verwendet werden. Die Wahl des Öls hängt vom Preis und den Vorlieben des Besitzers ab.
Wer Wert darauf legt, die Behandlung seiner Sauna individuell zu gestalten, wird die entsprechenden Vorkehrungen treffen. Je nach Art des Holzes, aus dem die Sauna besteht, kann er Essenzen aus Tanne, Zeder oder Sandelholz wählen. Diese verleihen der Sauna ein gewisses exotisches Ambiente. Öle aus Thymian, Rosmarin oder Eukalyptus sorgen für leichtere Düfte mit mehr Frische. Die Öle werden besonders wegen ihrer starken bakteriziden Wirkung geschätzt.
Diese Öle werden mit einem Tuch auf das Holz aufgetragen, noch bevor der Ofen angezündet wird. Sie sollten unverdünnt und in kleinen Mengen verwendet werden, um eine Übersättigung des Holzes zu vermeiden. Als Richtwert reicht eine Menge von etwa 20 bis 40 CC völlig aus, um eine Sauna für 3 bis 4 Personen zu behandeln. Um die ätherischen Öle zu schonen, kann man das angefeuchtete Tuch in einer Metalldose aufbewahren. Bei der nächsten Verwendung reicht es dann aus, es leicht mit Öl zu tränken.
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