Holzgarage – Auswahl
Holzgarage – Standort
Der Standort einer Holzgarage muss sorgfältig geplant werden. Bei der Wahl sind folgende Kriterien zu beachten:
- Die Art der Garage und das dafür vorgesehene Budget. Eine Holzrahmen-Garage, einseitig oder mit einem Carport für ein Fahrzeug, benötigt weniger Platz als eine zweiseitige Garage mit drei Stellplätzen und Carport. Ein an der Hauswand montierter Carport wird oft an einer der Hausfassaden angebracht.
- Eine vorherige Vereinbarung mit dem Nachbarn spricht dafür, die Holzgarage an der Grenze zwischen den beiden Grundstücken zu errichten (angelehnt an eine gemeinsame Wand …). Dieser Standort spart Platz und senkt die Projektkosten.
- Auch die Funktion der Holzgarage spielt eine Rolle. Eine Mehrzweckgarage und eine Garage, die ausschließlich für Fahrzeuge bestimmt ist, können nicht am selben Standort errichtet werden.
- Auch das Sicherheitsniveau unterscheidet sich von Standort zu Standort (geschützter oder ungeschützter Standort, Zugänglichkeit …).
Ein vom Wohnhaus getrennter Standort eignet sich für eine Garage, die zur Unterbringung von Fahrzeugen bestimmt ist. Auf diese Weise sind die Familienmitglieder vor Abgasen und Kraftstoffgerüchen geschützt. Reparatur und Wartung der Fahrzeuge können in Ruhe und fernab von Kindern erfolgen. Eine an das Haus angebaute Garage mit einer Nebentür, die zum Keller oder zum Halbkeller führt (Holzgaragenanbauten …), bietet hingegen weitere Vorteile: Sie sorgt für mehr Komfort, mehr Diebstahlsicherheit und besseren Schutz für das Auto.
Holzgarage – Garagentyp
Klassische Holzgarage
Die klassische Holzgarage lässt sich in zwei Kategorien unterteilen: geschlossene Garagen und Garagen in traditioneller Fachwerkbauweise. Diese Garagen können aus Rotkiefer, Nordtanne und massiver Fichte gefertigt sein – ideal für kleine Budgets. Dagegen sind Douglasie, Eiche und selbstverkeilte Tropenhölzer den „High-End“-Produkten vorbehalten.
- Geschlossene Garagen werden in der Regel für kleine und mittlere Flächen (zwischen 10 und 30 m²) gefertigt. Sie unterscheiden sich je nach Art der Öffnungen, der Dächer (Einsteildach, Satteldach…) und der Fenster, der Anzahl der Stellplätze, der Holzqualität und der Bauweise (demontierbar oder feststehend). Geschlossene Garagen sind die bevorzugte Unterbringung für die Fahrzeuge der Familie.
- Garagen mit traditioneller Holzkonstruktion eignen sich für große Flächen (von 30 m² bis über 70 m²), wobei die Kosten bis zu 20.000 € betragen können. Sie bieten mehrere Stellplätze. Sie können auch für andere Zwecke genutzt werden, beispielsweise als Abstellraum für Oldtimer, Lagerraum, ein oder mehrere Aufbewahrungsräume, Umkleideräume für sportliche Aktivitäten, Spielzimmer, Ausstellungsräume, Werkstätten oder Produktionsstätten. . .
- Offene oder geschlossene Pfahlgaragen: Sie können freistehend sein oder an andere Holzkonstruktionen (Häuser, Gartenhäuser . . .) angebaut werden.
Carport, Vordach und Anbau aus Holz für Garagen
Im Bereich der klassischen Garagen finden sich auch Carports, Vordächer und Anbauten aus Holz an bestehenden Gebäuden. Diese Varianten lassen sich wie folgt beschreiben:
- Carports und Vordächer aus Holz sind überdachte Unterstände für Fahrzeuge, die an den Seiten jedoch ganz oder teilweise offen sind. Mit ihrer originellen Optik sind sie vielseitig einsetzbar (vorübergehendes Abstellen von Fahrzeugen …). Sie werden mit ein- oder zweigängigen Dächern gebaut.
- Der Carport besteht aus einem Flachdach oder einem Satteldach, das an vier Pfosten aus Holz oder behandeltem Stahl aufgehängt ist. Das absolut wasserdichte Dach und die Pfosten können zur optischen Aufwertung mit Holz verkleidet werden. Carports bieten Platz für ein oder zwei Autos und sogar für ein Wohnmobil. Ihre Seitenwände lassen sich teilweise verschließen und mit Sichtschutzpaneelen aus Holz verschönern.
- Das Vordach ist ein vollständig aus Holz bestehender Unterstand (Dachkonstruktion, Pfeiler, Dachflächen …), der an einer Hauswand (an der Vorderseite oder an den Seiten) abgestützt ist. Es kann als Garage für Fahrzeuge, als Schutz für den Hauseingang oder als Ort der Entspannung dienen: Man kann dort zu Mittag essen, Abende mit Grillen verbringen, einen Kaffee oder einen Aperitif genießen sowie Freunde oder Gäste empfangen. Man genießt dort die umliegende Landschaft und ist gleichzeitig vor den Launen der Natur (Regen, Sonne …) geschützt.
Holzanbauten zur Schaffung einer Holzgarage an ein bestehendes Gebäude (Holzhaus, Betonhaus, Backsteinhaus …) werden mit einem „Paneel-Rahmen“, „verleimten Paneelen“, „Fachwerkplatten“, „Pfosten-Balken-Konstruktionen“, „gestapeltem Holz“ oder „BVB-Holzbetonsteinen“
Geschlossene Holzgaragen, traditionelle Holzgaragen mit Holzrahmenbauweise und Holzanbauten zur Schaffung einer Holzgarage werden als Bausätze (Montage durch Zapfen, Zapfenlöcher und Dübel) verkauft, die standardisiert oder je nach Kundenwunsch modular gestaltet sind. Holzgaragen mittlerer Größe (20 bis 30 m²) können ebenfalls vorgefertigt werden. Bei Garagen mit traditionellem Holzrahmenbau und großer Fläche (30 bis 100 m²) müssen die vorbereitenden Schritte (Pläne . . .) einem Architekten anvertrauen. Zudem muss für die Vermessung, die Fertigung und die Montage ein Fachmann aus der Holzindustrie hinzugezogen werden. Diese in Zusammenarbeit mit kreativen Handwerkern errichteten Bauten steigern den Marktwert der Immobilie bei einem späteren Verkauf.
Holzgarage – Zubehör
Für mehr Komfort kann eine Holzgarage mit multifunktionalem Zubehör ausgestattet werden. Hier eine Liste als Anhaltspunkt.
- Die Antriebssysteme für die Garagentore der Holzgarage lassen sich per Fernbedienung steuern. So kann der Fahrer, ohne aus dem Auto auszusteigen, bequem und sicher in seine Garage einfahren. Er kann sogar direkt ins Haus gehen, ohne von außen gesehen zu werden (Holzgaragenanbau). Die in Baumärkten erhältlichen Konsolen und Regale für Holzgaragen können an Schienen befestigt werden, die im Inneren der Garage (an der Rückwand oder an den Seitenwänden) angeschraubt sind. Dort lassen sich Werkzeuge, Schlüssel und Ersatzteile unterbringen. . .
- Die Elektroinstallation muss so ausgelegt sein, dass Steckdosen und Schalter je nach Art der Tätigkeiten an den gewünschten Stellen angebracht werden können. Auch eine Beleuchtungsanlage mit Lichteffekten ist möglich. Blinkende Lampen in verschiedenen Farben signalisieren das Öffnen und Schließen der Garage. Durch die Installation von Solarmodulen, die als natürliche Stromgeneratoren fungieren, wird die Elektroinstallation umweltfreundlicher. Eine Colorline zwischen Garage und Haus ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich.
- Die Holzgarage bietet die Möglichkeit, einen Regenwasserspeicher anzulegen. 200-Liter-Speicher für Garagen sind in Baumärkten und sogar in Supermärkten erhältlich. Das durch Kies gefilterte Wasser aus den Dachrinnen wird in diesem Tank gespeichert. Ein kleiner Wasserhahn am Boden des Tanks macht jegliche Pumpvorrichtung überflüssig. Das Dach kann mit einem Aufbausystem begrünt werden. So lässt sich das Garagendach in einen Minigarten mit Blumen und Sträuchern verwandeln. Mit einer Drainageschicht stellt dieser künstliche Bodenbelag keine größeren Risiken für die Dachkonstruktion dar (insbesondere bei breiten Dachziegeln). Diese Art von Gründächern eignet sich besonders für Garagen mit Flachdach.
- Es gibt Vorrichtungen, mit denen sich Garagentore leichter bedienen lassen. Vinylrollen eignen sich vor allem für Aluminiumtore, während für Holzgaragen andere Lösungen sinnvoller sind. Sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen ist das Geräusch fast nicht mehr wahrnehmbar. Um Unfälle durch motorisierte Öffnungsvorgänge und daraus resultierende Schäden zu verhindern, kann ein Stahlseil in der Mitte der Federn verlegt werden. Die meisten Tore sind mit einem automatischen Umkehrsystem ausgestattet, das einsetzt, sobald sie auf ein Hindernis stoßen. Optional kann ein weiterer Bewegungsmelder installiert werden, der das Tor wieder hochfährt, bevor es das Hindernis berührt.
Urheberrecht geschützt gemäß den Artikeln L. 111-1 und L. 123-1 des Gesetzes über geistiges Eigentum.