Holzgarage – Aufbau

Holzgarage – Aufbau

Holzgarage – Tragwerk, Öffnungen und Dach

Montage des Fachwerks

Beim Aufbau der Holzgarage sind folgende Schritte zu beachten:

  • Zunächst wird das Grundstück abgesteckt, auf dem die Holzgarage errichtet werden soll, wobei darauf zu achten ist, dass es höher liegt als die umliegenden Flächen, um eine Ansammlung von Regenwasser zu vermeiden. Die Grundfläche darf nicht genau der Größe der bestellten Garage entsprechen. Für Schutz und Wartung sind auf allen Seiten zusätzliche 50 cm erforderlich. Es muss eine Grube von 20 bis 25 cm Tiefe ausgehoben und ein Entwässerungssystem (Ableitung von Sickerwasser) installiert werden. Die ausgehobene Fläche wird anschließend mit einer Holzverschalung umgeben, mit einer ersten Schicht grobkörnigem Kies verfüllt und verdichtet sowie mit einer Polyethylenfolie (Kunststoff) abgedeckt, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit zu verhindern. Wenn die Garage nicht ausschließlich für Fahrzeuge vorgesehen ist, darf nicht vergessen werden, die für zukünftige Anschlüsse erforderlichen Leitungen (Wasser, Strom, Telefon, Abwasser usw.) zwischen den beiden Betonschichten zu verlegen. Die Holzpfosten müssen vor dem Gießen der Betonplatte fest verankert werden. Die Nivellierung des Estrichs erfolgt mit Hilfe einer Aluminiumlatte und einer Wasserwaage. Das Verlegen einer Bitumenbahn auf der nivellierten Fläche ist eine zusätzliche Option.
  • Nach 2 bis 3 Wochen (Trocknungszeit der Bodenplatte) beginnt man mit dem Zusammenbau des Grundrahmens der Holzgarage. Die Paneele, aus denen die Rück- und Vorderseite bestehen, müssen ineinander gesteckt und an den 4 in der Bodenplatte verankerten Pfosten verschraubt werden. Anschließend muss die Montage der Paneele, die die beiden Seitenwände und die Trennwände bilden, mit den Stützen abgeschlossen werden, indem diese an der Vorder- und Rückseite mit Fugenleisten verschraubt werden. Sobald das Gerüst steht, geht es weiter mit der Befestigung des Fußbodens (Holzplatten, Betonsteine …). Dieser erste Schritt wird durch den Einbau eines oder mehrerer Fenster an den vorgesehenen Stellen in die Seitenwände abgeschlossen. Auch wenn die Anleitung gut ausgearbeitet ist, empfiehlt es sich, sich von einem sehr erfahrenen Heimwerker oder einem Fachmann aus den Bereichen Bauwesen, Tischlerei oder Zimmerhandwerk unterstützen zu lassen.

Einbau der Öffnungen und des Daches

Einbau der Öffnungen

Zunächst wird die Tür (mit montiertem Türgriff) auf die dafür vorgesehene Schwelle der Holzgarage gesetzt. Um ihre Stabilität zu gewährleisten, muss sie auf Keile gestellt werden. Nachdem man mit dem Winkel und der Wasserwaage die Horizontalität überprüft hat, wird der Rahmen durch Verschrauben einer der oberen Halterungen fixiert.

  • Montage eines Schwingtors: Nachdem die Horizontalität und die Lotrechte des geöffneten Tors überprüft wurden, werden die Führungsschienen (Winkel + Senklot zur Überprüfung der Horizontalität und Vertikalität) an der Decke und an der Wand befestigt. Wenn die Funktion einwandfrei ist, wird die endgültige Befestigung vorgenommen.
  • Montage eines Sektionaltors: Nach Überprüfung der Rechtwinkligkeit und der Lotrechte wird die Führungsschiene befestigt. Die Federn müssen manuell gespannt werden, wobei zu beachten ist, dass sie bei geschlossenem Tor maximal und bei weit geöffnetem Tor minimal gespannt sind. Wenn sie ordnungsgemäß funktionieren, ist dies der Beweis dafür, dass das Tor rechtwinklig steht. Anschließend werden die seitlichen Laufrollen eingestellt, das motorisierte Tor betätigt und ein Dichtungsmittel zwischen dem Torrahmen und den umgebenden Paneelen aufgetragen.
  • Montage einer Schiebetür: Verwenden Sie eine Wasserwaage, um die Führungsschiene horizontal an der Garagenfassade anzubringen. Nach dem Zusammenbau der schwenkbaren Türflügel werden die Laufrollen eingestellt. Abschließend werden die Führungskeile am Boden befestigt, nachdem sichergestellt wurde, dass sie auf gleicher Höhe liegen.
  • Montage eines Flügeltors mit französischer Öffnung: Zunächst werden die Angeln an der Tür verschraubt, dann wird die Tür an ihren Bestimmungsort gesetzt. Um die korrekte Ausrichtung zur Garagenfront sicherzustellen, wird die Tür auf Holzkeile gestellt und auf waagrechte und senkrechte Ausrichtung überprüft. Die Türbänder können mit Zement vergossen oder mit Dübeln befestigt werden. Nach dem Aushärten entfernt man die Leisten, Dübel und Unterlegklötze und schließt die Montage mit dem Vergießen der Anschläge ab.
  • Holz-Falttor: Die Montage dieses Garagentors kann nur zu zweit erfolgen. Zunächst wird der Boden gereinigt, dann wird sichergestellt, dass die beiden Türflügel in ihren jeweiligen Öffnungen ausbalanciert sind, indem man auf beiden Seiten misst und dort drei Winkel (an den Seiten und an der Schwelle) anschraubt. Die Einstellung der Flügel erfolgt durch Unterlegen, Anziehen und Lösen der Muttern (unten und oben), um Reibung zu beseitigen. Abgeschlossen wird die Arbeit mit einer Abdichtung auf Basis von Acryl-Silikon oder anderen Produkten (Polyurethanschaum . . .), um die Hohlräume zu füllen und den Rahmen an den Paneelen zu befestigen. Wie bei der Montage des Unterbaus ist es ratsam, sich von einem sehr erfahrenen Heimwerker oder einem Fachmann aus den Bereichen Bauwesen, Tischlerei oder Zimmerhandwerk unterstützen zu lassen.

Montage des Daches

Die Montage des Daches einer Holzgarage mit Schrauben, Bolzen und Nägeln mit großem Kopf gliedert sich in vier Schritte:

  • Für die Montage und Befestigung der Giebel an der Oberkante der Vorder- und Rückfassadenwände werden in den Aussparungen der Giebel (Pfosten) die tragenden Pfetten (Querträger) an den Stützpfeilern (Bolzen) befestigt. An beiden Seiten der Garage ist ein Überstand von 20 cm vorzusehen. Die Quergurte werden anschließend an den tragenden Sparren verschraubt. Die Verlegung der Traufbretter (Lattung) erfolgt mithilfe von verzinkten Holzverbindern. Diese Bretter müssen untereinander und an den tragenden Sparren an den Kreuzungspunkten verschraubt werden.
  • Die Befestigung der 6 Randbretter dient der Montage der Dachrinnen. Die Verlegung der Dacheindeckung (OSB-Platten, Schindeln, Dachziegel, Schiefer, Stahlplatten usw.) erfolgt mit Befestigungen im Abstand von jeweils 20 cm auf der Dachlatte. Die wasserdichte Dachdeckung muss die Regenlatte (Dachlatte) um 2 bis 3 cm überragen. An der Unterseite des Daches müssen die Abschlusslatten mit Dachbahn abgedeckt werden, wobei ein Überstand von ca. 1 cm vorgesehen ist. Sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite der Garage werden die zusätzlichen 4 cm Dachbahn über die Bretter umgeschlagen. Die Verlegung der Dachdeckung mit Dachziegeln kann auf Sparren und Dachlatten erfolgen. Auch hier ist die Hilfe einer erfahrenen Person von großem Wert.

Holzgarage – Dämmung

Dämmstoffe

Die für eine Holzgarage verwendeten Wärmedämmstoffe lassen sich in die folgenden 5 Gruppen einteilen:

  • Fasern mineralischen, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind am bekanntesten. Dazu gehören insbesondere Steinwolle und Glaswolle. Danach folgen Holz-, Leinen-, Hanf- und Schafwolle. Zu den synthetischen Materialien zählen Polystyrol (2 Sorten), Polyester und Polyurethan. Ihre Wirksamkeit kann ihre in unterschiedlichem Maße toxischen Wirkungen nicht überdecken.
  • Mineralische Dämmstoffe sind auf dem Baustoffmarkt seltener anzutreffen. Am häufigsten genannt werden Perlit, Vermiculit, Blähton und Schaumglas. Zu den weiteren nachwachsenden Rohstoffen zählen Zellulose (Zellstoff. . .) und Kork, die pflanzlichen Ursprungs sind (Korkeichenwälder. . .). Dünne Dämmstoffe, auch „reflektierende“ oder „Wärmereflektoren“ genannt, werden in Rollen, Platten, Granulaten, Filz oder als Schüttgut angeboten.

Innenisolierung

Um den Energieverbrauch zu senken, kann eine Holzgarage von innen gedämmt werden. Dies ist die kostengünstigste Option. Wände und Fußboden (bzw. Boden) sind für ein Drittel des gesamten Energieverlusts verantwortlich. Sie können mit Dämmrollen oder -platten verklebt werden, ohne das Schließen von Türen und Fenstern zu behindern (dünne Dämmstoffe ...).

Die Kosten für die Dämmung von Garagentoren aus Holz sind minimal, da die Dämmung eine der besten Eigenschaften von Holz ist. Türen aus PVC oder Stahl sind serienmäßig mit Polyurethan oder Polystyrol zwischen den beiden Wänden ausgestattet. Die Dämmung der Garageninnenseite durch Abdichten zur Reduzierung von Wärmebrücken führt zu einem guten Ergebnis.

Dämmung von außen

Hierbei werden die Wände und das Dach der Holzgarage von außen mit einem leistungsstarken Dämmstoff verkleidet. Diese in Deutschland sehr beliebte Option löst das Problem der Wärmebrücken auf radikale Weise. Die Schwachstelle der Innenisolierung liegt in den durchlaufenden Führungsschienen. . .). Die thermische Trägheit ist in jedem Fall besser.

Allerdings weist die Außendämmung einige Nachteile auf. Ein übermäßiger Temperaturanstieg kann zu Problemen führen. Das Anbringen einer Regenschutzfolie bei bestimmten Materialien (Schüttdämmstoffe, Spritzdämmung. . .) kann die Bauarbeiten erschweren und zusätzliche Kosten verursachen. Der Nutzen der Dämmung hängt natürlich von der Nutzung der Holzgarage ab.

Urheberrecht geschützt gemäß den Artikeln L. 111-1 und L. 123-1 des Gesetzes über geistiges Eigentum.

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